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Kaufnebenkosten

Grunderwerbsteuer Deutschland: Bundesländer, Tabelle und Beispiel

Die Grunderwerbsteuer ist in Deutschland einer der größten Kaufnebenkostenblöcke. Sie hängt vom Bundesland ab und fällt zusätzlich zu Notar, Grundbuch und möglicher Maklerprovision an.

Kurze Antwort

Zuletzt aktualisiert: 2. Juni 2026. Die Tabelle zeigt die Bundesland-Sätze für eine schnelle erste Einordnung.

Die Grunderwerbsteuer liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. Bei 500.000 Euro Kaufpreis macht das zwischen 17.500 Euro und 32.500 Euro aus.

Warum das für Mieten vs. Kaufen zählt

Die Steuer erhöht den Startaufwand des Kauf-Szenarios, aber nicht den Immobilienwert. Je kürzer die Haltedauer, desto stärker belastet sie den Vergleich mit Mieten.

Grunderwerbsteuer nach Bundesland

BundeslandGrunderwerbsteuerBei 500.000 Euro
Baden-Württemberg5,0 %25.000 €
Bayern3,5 %17.500 €
Berlin6,0 %30.000 €
Brandenburg6,5 %32.500 €
Bremen5,5 %27.500 €
Hamburg5,5 %27.500 €
Hessen6,0 %30.000 €
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %30.000 €
Niedersachsen5,0 %25.000 €
Nordrhein-Westfalen6,5 %32.500 €
Rheinland-Pfalz5,0 %25.000 €
Saarland6,5 %32.500 €
Sachsen5,5 %27.500 €
Sachsen-Anhalt5,0 %25.000 €
Schleswig-Holstein6,5 %32.500 €
Thüringen5,0 %25.000 €

Formel und Beispielrechnung

Die einfache Formel lautet: Kaufpreis mal Grunderwerbsteuer-Satz. Bei einer Wohnung in Bayern mit 500.000 Euro Kaufpreis sind das 500.000 Euro mal 3,5 %, also 17.500 Euro. In Nordrhein-Westfalen wären es bei 6,5 % entsprechend 32.500 Euro.

Die Grunderwerbsteuer ist Teil der Kaufnebenkosten in Deutschland. Für den Vergleich mit Mieten sollte sie zusammen mit Kreditrate, Opportunitätskosten und Haltedauer betrachtet werden.

Was die Steuer nicht abdeckt

Neben der Grunderwerbsteuer kommen beim Kauf meist Notar, Grundbuch, mögliche Maklerprovision und praktische Kosten wie Umzug oder Renovierung hinzu. Diese Blöcke sollten getrennt betrachtet werden, weil sie unterschiedlich verhandelbar sind.

Grunderwerbsteuer im Rechner vergleichen

Quellen und Einordnung

Rechtsgrundlage ist das Grunderwerbsteuergesetz; die Bundesländer können den Steuersatz abweichend festlegen. Diese Seite nutzt die Bundeslandwerte als Orientierung für typische private Immobilienkäufe.

Häufige Fragen

Welches Bundesland ist bei der Grunderwerbsteuer am günstigsten?

Bayern liegt mit 3,5 % am niedrigsten. Mehrere Bundesländer liegen bei 6,5 %.

Zählt die Grunderwerbsteuer zum Eigenkapitalbedarf?

Praktisch ja, häufig müssen Kaufnebenkosten aus verfügbarem Kapital bezahlt werden. Eine Mitfinanzierung hängt von Bank und Beleihung ab.

Ist die Grunderwerbsteuer beim Wiederverkauf zurückzubekommen?

Nein, im Standardfall ist sie eine einmalige Transaktionssteuer und erhöht nicht automatisch den Verkaufswert.

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